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Die Silbermannorgel in der Frauenkirche Dresden
Chronik einer umstrittenen Entscheidung
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Worum geht es beim "Dresdner Orgelstreit"?

Grundsätzlich stehen sich zwei Meinungen gegenüber:
Die Pro-Silbermann-Gruppe Dresden tritt für einen konsequenten Nachbau der Gottfried-Silbermann-Orgel ein, auf der Johann Sebastian Bach 1736 konzertierte. Der historisch getreue und vollständige Wiederaufbau der Frauenkirche und der hohe Symbolwert dieses Vorhabens erlauben nur diese eine Lösung: die konsequente Einhaltung des bis heute nicht widerrufenen Spendenziels der Fördergesellschaft Frauenkirche und der Dussmann-Stiftung, die den Nachbau der Silbermannorgel finanzieren will.
Die internationale Fachwelt steht mit überwältigender Mehrheit auf der Seite der Pro-Silbermann-Gruppe. Das bezeugen ungezählte Appellen an die Verantwortlichen und Proteste gegen die Pläne der Stiftung Frauenkirche.

Die Stiftung Frauenkirche will eine "moderne" Kompromissorgel. Dieser Vorschlag der personell umstrittenen Orgelkommission der Stiftung Frauenkirche, aus der international renommierte Organisten unter Protest austraten und die Anfang 2002 ihre Tätigkeit beendete, wurde mit Argumenten begründet, die leider mangelndes Fachwissen erkennen lassen (angeblich fehlende Grundlagen für einen Silbermann-Nachbau, angebliche keine Eignung einer solchen Orgel für Gottesdienste und Interpretation moderner Musik usw.) Die Pro-Silbermann-Gruppe hat in ihrer Broschüre "Die Entscheidung über den Orgelbau" (Dresden, September 2002) alle Einwände detailliert widerlegt und das meiste in Demonstrationskonzerten am praktischen Beispiel entkräftet.

Am 27.03.2002 lud die Dussmann-Stiftung zu einem Gesprächen zwischen ihren Kuratoriumsmitgliedem, Vertretern der Stiftung Frauenkirche und Vertretern der Pro-Silbermann-Gruppe Dresden ein. Die Vertreter der Stiftung Frauenkirchen lehnten und lehnen einen Dialog mit der Pro-Silbermann-Gruppe ab.

Drei Presseresümees vom 27.3.2002 (Stiftung Frauenkirche >>    Dussmann-Stiftung >>    Pro-Silbermann-Gruppe >>) zeigen die unterschiedlichen Standpunkte. Beschlossen wurde eine Diskussions- und Besinnungspause. Bis September wollte die Stiftung Frauenkirche ihr Orgel-Konzept überarbeiten. Nach mehrfacher Verschiebung soll es "bis Weihnachten" vorliegen. Neuerlich holte die Stiftung 5 weitere sehr unterschiedlich ausfallende Gutachten ein, in denen lediglich zwischen den Kompromissangeboten zweier Firmen entschieden werden sollte. Einziger Orgelfachberater der Stiftung Frauenkirche ist jetzt der Musikwissenschaftler Dr. Horst Hodick.
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